Schmerzbehandlung

Tumorerkrankungen gehen nicht zwangsläufig mit Schmerzen einher. Wenn jedoch im Verlaufe einer Brustkrebserkrankung Schmerzen auftreten, können Sie sicher sein, dass ihre Schmerzen durch eine gezielte Behandlung ausgeschaltet oder zumindest wirksam gelindert werden können.

Zu Beginn einer Schmerztherapie steht die Diagnostik, d.h. die Abklärung der möglichen Schmerzursachen. Schmerzen können durch den Tumor selbst oder durch Metastasen verursacht werden. Wird der Schmerz z.B. durch das Wachsen des Tumors ausgelöst, so ist das vorrangige Ziel, auf den Tumor einzuwirken: durch Operation, Bestrahlung, Chemotherapie oder Hormontherapie. Sind diese Behandlungsmaßnahmen nicht anzuwenden oder nicht ausreichend wirksam, so sind schmerzlindernde Medikamente notwendig, die in Form von Tabletten, Tropfen, Zäpfchen, Pflaster oder Injektionen verabreicht werden.

Die Schmerzmittel werden in zwei große Gruppen eingeteilt:

  • die nicht-opoidhaltigen und
  • die opoidhaltigen Medikamente.
Die nicht-opoidhaltigen Medikamente wirken vorwiegend am Ort der Schmerzentstehung (peripher), die opoidhaltigen im Bereich der Nervenbahnen, des Rückenmarks und des Gehirns (zentral). Die Auswahl der Medikamente richtet sich nach Art und Intensität der Schmerzen. Bei geringer Schmerzintensität sind die nicht-opoidhaltigen Medikamente ausreichend, bei stärkeren Schmerzen werden zusätzlich Opoide eingesetzt. Als Nebenwirkungen treten häufiger Müdigkeit, Übelkeit und die Neigung zur Verstopfung auf. Vorsorglich werden bei der Gabe von Opoiden zusätzlich Abführmittel verabreicht.

Bei chronischen Schmerzen werden die Schmerzmittel nach einem festen Plan eingenommen, dabei wird die nachfolgende Schmerztablette (Tropfen, Pflaster, Injektion) verabreicht, bevor die Wirkung der vorangegangen nachlässt, so dass die Schmerzlinderung nicht unterbrochen wird. Die Angst vor einer Abhängigkeit ist unbegründet, bei sachkundig durchgeführter Tumorschmerztherapie tritt eine Sucht nicht auf.




 



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