Medikamentöse Behandlung

Nahezu alle Brustkrebspatientinnen benötigen eine medikamentöse Behandlung. Diese kann in einer Hormontherapie und/oder Chemotherapie bestehen. In bestimmten Fällen kann eine Antikörpertherapie eingesetzt werden. Eine medikamentöse Therapie kann als vorbeugende (adjuvante Therapie) erfolgen oder zur Behandlung vorhandener Metastasen (palliative Therapie) eingesetzt werden. Ferner kann eine Hormon- oder Chemotherapie auch vor einer Operation als präoperative oder neoadjuvante Therapie erfolgen.

Hormontherapie

60-80% der Brustkrebspatientinnen kommen für eine Hormontherapie infrage (östrogenrezeptorpositive Tumore). Geeignete Wirkstoffe sind GnRH-Analoga, Antiöstrogene, Aromatasehemmer und Gestagene. Es können durch die Behandlung Beschwerden auftreten, die denen der Wechseljahre ähnlich sind, wie Hitzewallungen, Übelkeit und wechselnde Stimmungen. Die Hormontherapie wird aber in aller Regel gut vertragen.

Chemotherapie

Eine Chemotherapie wirkt gegen schnell wachsende Zellen. Für hormonnegative Tumore ist sie eine wichtige Alternative zur Hormontherapie. Auch gesunde Zellen werden in Mitleidenschaft gezogen. Nebenwirkungen sind deshalb unvermeidlich. Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen können auftreten, je nach Art der Chemotherapie. Auch die weißen und roten Blutplättchen werden vermindert, so dass der eigene Körper gegen Infektionen anfälliger wird und das Blutungsrisiko sowie das Risiko der Entstehung einer Blutarmut (Anämie) zunehmen. Abgesehen vom Haarausfall, welcher reversibel ist und durch eine Perücke überbrückt werden muss, gibt es heute gegen alle anderen Nebenwirkungen effektive Substanzen, so dass eine Chemotherapie heute auch in aller Regel relativ gut vertragen wird.

Antikörpertherapie

Mit Trastzumab (Herceptin®) steht ein Antikörper zur Verfügung, welcher gegen den Her2-Rezeptor gerichtet ist (Human = menschlich, epidermal = an der Zelloberfläche befindlich, Wachstumsfaktorrezeptor Nr. 2). Die Therapie ist im Gegensatz zur Chemotherapie deutlich besser verträglich. Gelegentlich werden grippeähnliche Symptome auftreten, die sich gut medikamentös behandeln lassen.




 



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